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Besuch der Fernsehmoderatorin Mo Asumang am Leibniz und Käthe


Wenn Schulen sich öffnen und ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, prominenten Gästen auf Augenhöhe zu begegnen, können spannende und sehr lehrreiche Momente für alle Beteiligten zustande kommen.


Auf Einladung der Courage-AG des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und des Arbeitskreises Anti-Rassismus des Leibniz Gymnasiums besuchte Mo Asumang die beiden Neustadter Gymnasien.


Die Regisseurin, Autorin und Moderatorin engagiert sich seit einigen Jahren für eine dialogbasierte Antidiskriminierungsarbeit und bietet in diesem Zusammenhang Schultouren an. Diese beinhalten in einer Doppelstunde die Vorführung einer Schulfassung aus ihrem Dokumentarfilm "Die Arier" mit anschließender Diskussion.


Mo Asumang hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater. Rassismus und Diskriminierung musste sie schon sehr früh in ihrer Kindheit erfahren. In ihrem Dokumentarfilm „Die Arier“ trifft sie weltweit Rassisten, Neonazis, Angehörige des Ku-Klux-Klan und chattet sogar auf Nazi-Datingplattformen. Ihr Ziel ist es, den Kreislauf von Wut, Hass und Gewalt zu unterbrechen, indem sie diesen Menschen immer wieder Fragen stellt und versucht, mit ihnen im Gespräch zu bleiben.


In der sich anschließenden Fragerunde zeigten sich die Jugendlichen sehr beeindruckt von Mo Asumangs Mut, immer wieder die Begegnung mit Menschen zu suchen, die sie auf den ersten Blick aufgrund ihrer Hautfarbe ablehnen. „Wenn wir es schaffen, höflich und versöhnlich zu sein, verändert sich vielleicht etwas bei unserem
Gegenüber.“ Diese Botschaft beeindruckte die jungen Menschen besonders. Viele Rassisten und Rechtsextreme leben und kommunizieren nur in ihrer „Blase“ mit Gleichgesinnten. Mo Asumang zeigt, wie dieser Kreis durchbrochen werden kann.


Eine starke Botschaft einer beeindruckenden Frau, die von den Schülerinnen und Schülern beider Gymnasien mit sehr viel Applaus bedacht wurde.

 

(MSZ, 09/2026)