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E 11 (Einführung in das Lernen und Arbeiten in der Oberstufe)
Das Projekt E 11 wurde ursprünglich (Frühjahr/Sommer 2000) von einer zunächst siebenköpfigen und dann auf neun Personen verstärkten Planungsgruppe (Leitung: Ute Krahl) konzipiert. Bei der Erstellung der "Erst-Version" des Konzepts, insbesondere an den Grundsatzentscheidungen, waren auch SchülerInnen in der Planungsgruppe beteiligt.
Die Stufe 11 wird dabei in mehreren Gruppen von Lehrkräfte-Tandems betreut. (Alle Tandems bearbeiteten jeweils mit ihrer Gruppe das gesamte Programm.)
Inzwischen wurde das Projekt unter Beibehaltung der pädagogischen Grundsätze mehrfach - organisatorisch und inhaltlich - implementiert.
Pädagogische Grundsätze des Konzepts:
- Durchgehender Einsatz variierender offener Lernformen
- Betonung des sozialen Lernens und der Erweiterung der kommunikativen Kompetenz durch Arbeit in wechselnden (Unter-) Gruppen
- Förderung der Eigenverantwortung durch hohe Freiräume (z. B. im Planspiel)
- Förderung des emotionalen Lernens durch Hervorhebung von Ich-Bezügen
- Trainingsorientierung und Produktorientierung der Aufgabenstellung
- Variation in der Fachbezogenheit des Lernmaterials (hauptsächlich: Biologie, Chemie, Deutsch, Erdkunde, Geschichte, Psychologie, Sozialkunde)
Prozess- und Entwicklungs-Grundsätze des Konzepts:
- Planung im Team bei zeitweilig arbeitsteiligem Vorgehen
- Team-Teaching als durchgehende Aktionsform der eingesetzten Lehrkräfte (Teamentwicklungsmaßnahme)
- Einheit von Planung und Durchführung
- "Fachfremder" Unterrichtseinsatz
- Mehrstufige pädagogische Evaluation
- Controlling: Evaluation des Ressourceneinsatzes (Die Printfassung der Dokumentation ist ebenfalls Bestandteil der Projektevaluation.)
Die folgenden Angaben verfolgen drei Ziele:
- Übersicht über die Zeitnutzung (Ablaufplanung)
- Information der am Projekt nicht beteiligten Lehrkräfte zwecks Lernstandsschätzung
- Erleichterung der Fortsetzung des Trainings im Fachunterricht
Übersicht:

1. Tag
Modul 1: Erstellen von Mitschriften
Regeln für die Vorbereitung einer Mitschrift:
- Verwendung loser Blätter im DIN A4-Format (kein Heft)
- Kennzeichnung (Schlagwort, Datum) und Nummerierung der Blätter
- Aussparung eines breiten Rands
- Übersichtlichkeit und Gliederung auf den Blättern
- Sicherung funktionsfähigen Schreibwerkzeugs
Regeln für die Anfertigung einer Mitschrift
- Einseitige Beschriftung der Blätter
- Absätze
- Aussparung von Raum zwischen Absätzen (für spätere Ergänzungen)
- Wechsel des Blatts bei neuem Thema oder neuem Kapitel/Abschnitt
- Niederschrift der Hauptpunkte (etwa entsprechend den Überschriften und Schlagzeilen)
- Niederschrift der Schlüsselpunkte zu jedem Hauptpunkt (Erklärungen zu den Hauptaussagen)
- Niederschrift von Namen, Zahlen, Daten und anderen wichtige Fakten
- Festhalten von wichtigen Wörtern/Fachausdrücken mit unklarer Bedeutung (eventuell mit Symbol hervorheben)
- Festhalten aller auftauchenden Fragen
- Nutzung von Abkürzungen (auch eigener)
- Nutzung von Symbolen (auch eigener) bei Fragen oder unklaren Informationen
Regeln für die Nachbereitung einer Mitschrift
- Umgehende Überarbeitung (möglichst am gleichen Tag)
- Klärung von Unverstandenem
- Neuanlage der Notizen (mehr Übersichtlichkeit, verbesserte Leserlichkeit)
- Unterstreichung der Hauptpunkte in der Mitschrift
- Einklammern von Unwichtigem in der Mitschrift
- Anordnung des Stoffs in logischer Folge
- Strukturierung durch Hinzufügung von Überschriften
- Niederschrift der Hauptgedanken in eigenen Formulierungen
- Hinzufügung von Definitionen ursprünglich unklarer Begriffe
- ggf. Hinzufügung von Tabellen/Skizzen oder einer mindmap
- ggf. Hinzufügung von Schlagwörtern und Zusammenfassungen auf den seitlichen Rand
Modul 2: Umgang mit Texten
Text markieren: Verfahren und Regeln
Grundregel: sparsam markieren (Wenn zu viel markiert ist, wird der Text wieder unübersichtlich.)
- Bleistift, Textmarker, Lineal, dünnen roten Filzstift bereit legen
- Text einmal grob, aber komplett überlesen
- wichtige Stellen mit Bleistift unterstreichen
- Unterstrichenes nochmals überfliegen
- Schlüsselwörter (oder Oberbegriffe) herausfinden
- Schlüsselwörter / Oberbegriffe endgültig mit Textmarker (vorzugsweise Gelb) kennzeichnen
- Nebeninformationen zu den Schlüsselwörtern mit rotem, dünnem Filzstift unterstreichen
Bei einem Text, der eindeutig ist und nur einen Gedankengang verfolgt, nur 1 Markerfarbe benutzen. Bei Texten mit mehreren Gedanken- und Inhaltsebenen eventuell verschiedene Markerfarben zur Differenzierung benutzen; in diesem Fall eine Legende zu den benutzten Farben anfügen.
2. Tag:
Text strukturieren
4 Verfahren:
- Schlüsselbegriffe festhalten
- Text in Mindmap umsetzen
- Text in Abschnitte gliedern
- Text in Tabelle umsetzen
Modul 3: Visualisieren/ Präsentieren
- Verwendung von Diagrammen (Balken-, Kreis-, Linien-)
- Verwendung von symbolischen Formelementen
- Äußere Textgestaltung: Sparsamkeit und Lesbarkeit (Schrifttyp, Schriftgröße, Schriftauszeichnung)
- Handschriftform: Druckbuchstaben; Groß- und Kleinbuchstaben
- Farbverwendung: Sparsamkeit; Sinnhaftigkeit (Strukturunterstützung)
- Textgestaltung: Verständlichkeit (Kürze/Prägnanz; Klarheit des Ausdrucks)
- Struktur: Format (Hoch- oder Quer-F.); Ordnung und Zuordnung; Raumausnutzung
- Folieneinsatz (OHP-Einstellung; Sprecherposition; Zeigehilfsmittel)
3. Tag:
Modul 4: Planspiel
Diese Arbeitskarte soll lediglich einen Eindruck vom Verlauf des Planspiels vermitteln:
Globale Fischereiwirtschaft vor dem Kollaps?Hinweise zum Spielverlauf
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4. Tag
Modul 5: Vortragsschulung
Wichtige Grundsätze für die Stimmführung:
- Akzentuierung (Betonung wichtiger Begriffe)
- klare und deutliche Aussprache insbesondere der Wortendungen
- Sprechpausen sinnvoll einsetzen, dabei Blickkontakt zu den Zuhörern suchen
- Sprechtempo dem Schwierigkeitsgrad des Textes anpassen
- Sprachrhythmus und Sprachmelodie variieren, Monotonie verhindern
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Lautstärke variieren:
- leise wirkt eindringlich und behutsam.
- laut wirkt mitreißend, aufrufend und engagiert.
- mittlere Tonlage wirkt sachlich und verbindlich.
- gleich bleibende Tonlage wirkt monoton.
Wichtige Grundsätze für die Körpersprache:
- Dem Publikum offen zuwenden.
- Ruhig stehen, hastige und unruhige Bewegungen vermeiden.
- Frei im Raum bzw. am Vortragspult stehen (Nicht anlehnen).
- Manuskript ruhig halten.
- Stichpunktkarten ruhig in der Hand halten, (nach der Verwendung jeweils beiseite legen).
- Hände locker vor dem Bauch halten
- Aussagen mit sparsamer Gestik unterstreichen.
- Zwischen den einzelnen Gesten auch einmal eine Ruhestellung einnehmen.
Wichtige Grundsätze für die Mimik:
- Ständig Blickkontakt zu den Zuhörern halten.
- Mimik zur Unterstützung der Argumentation nutzen.
- Die Menschen freundlich anschauen (auch einmal lächeln).